Graskarpfen – Amurkarpfen

Der Graskarpfen (Ctenopharyngodon idella) ist die einzige Fischart der monotypischen Gattung Ctenopharyngodon aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae). Der Graskarpfen wird auch Weißer Amur oder Amurkarpfen genannt. Graskarpfen haben im Gegensatz zu unserem normalen Karpfen einen langgestreckten Körper und werden bis 120 Zentimeter lang. Das Maul des Amurkarpfens ist stumpf und zwischen den Nasenlöchern eingedellt. Anders als beim Karpfen hat er keine Bartfäden und der Mund ist leicht unterständig. An der Bauchseite ist der Körper abgerundet. Der Graskarpfen hat große Schuppen, von denen entlang der Seitenlinie zwischen 42 bis 45 vorhanden sind. Unterhalb der Seitenlinie finden sich fünf Schuppenreihen. Die Rückenflosse des Amurkarpfens weist zehn, die Afterflosse elf Strahlen auf, wovon die ersten drei nicht gefiedert sind. Die Zähne im Schlund sind zweireihig, seitlich zusammengedrückt, schräg abgeschliffen und sägeförmig gekerbt. Der Rücken ist von der Farbgebung dunkelgrün bis grünschwarz. Die Flanken sind heller und grünlich, der Bauch ist eher weißlich. Die Schuppen haben eine dunkle Umrandung, eine sogenannte Netzzeichnung.

Der Amurkarpfen stammt ursprünglich aus China, wo er in ruhigen, tiefen Flüssen und Seen vorkommt. Die optimale Wassertemperatur liegt für den Graskarpfen zwischen 22 und 26 °C. Wie die natürliche Verbreitung stattgefunden hat, ist heute nicht mehr genau zu sagen, da der Weiße Amur bereits im 10. Jahrhundert in China gezüchtet wurde. Ab ca. 1960 wurde er zusammen mit Marmorkarpfen und Silberkarpfen in Europa und Amerika zur Bekämpfung von Wasserpflanzen in etlichen Gewässern ausgesetzt. Der Amurkarpfen verträgt zwar tiefe Temperaturen liebt aber eher warmes Wasser. Je nach Temperatur ist der Karpfen ab dem 4. bei warmen Temperaturen oder dem 8. Lebensjahr bei kälterem Gewässer geschlechtsreif. Er laicht in strömendem Wasser über kiesigem Untergrund. Die Dauer der Brutzeit ist auch wieder temperaturabhängig und liegt zwischen 32 und 40 Stunden. Der Amurkarpfen nimmt riesige Menge Pflanzen während der Freßperiode zu sich und wird daher zur biologischen Entkrautung eingesetzt.

Das Angeln kann mit den üblichen Karpfen-Angel-Methoden erfolgen, wie z.B. auf Wurm, Kartoffel oder Schwimmbrot.

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