Karpfen

Zur Fisch-Familie der Karpfenfische (Cyprinidae) gehören 2500 Fischarten und eine davon ist der Karpfen (Cyprinus carpio).

Charakteristisch bei den Karpfen sind die zwei sogenannten Bartfäden am Maul. Die Fische haben stark ausgeprägte Kauflächen und dreireihig angeordnete Zähne. Karpfen haben im Vergleich zu anderen Fischarten einen relativ hohen Körper. Die Farbe des Rückens ist meist braun oder grau bis schwarz und an den Seiten goldfarben bis rostfarben. Ein Kriterium für die Farbe des Karpfens ist dessen Herkunft. So sind die Karpfenarten aus Teichen dunkler, als die Fische aus Flüssen.

Der Karpfen, welcher hauptsächlich in Asien und in fast ganz Europa vorkommt, stammt ursprünglich aus Asien und wurde einst durch die Römer in die von ihnen eingenommenen Gebiete nach Europa gebracht und bekannt gemacht. Mönche sorgten im Mittelalter dafür, das der Karpfen auch in Nordeuropa Bekanntheit erzielte. Das resultierte mit Sicherheit aus dem Verbot während der 150 Fastentage Fleisch zu essen. Der Karpfen konnte relativ unkompliziert, auch in niedrigen Teichen mit niedrigem Sauerstoffgehalt, gezüchtet werden. Und auch heute noch ist der Karpfen in der Teichwirtschaft ein wichtiger Bestandteil in der Fischzucht und wird jetzt auch in weiteren Teilen der Welt sehr geschätzt.

Der Karpfen überwintert in den tieferen Regionen eines Teiches in dem er sich befindet, aber laichen tut er in der seichteren Uferregion. Wobei er in Flüssen wandert und zum Laichen ruhiges bis stehendes flaches Gewässer aufsucht.

Der Karpfen ist ab dem vierten oder fünften Sommer geschlechtsreif. Anders bei speziellen, schnellwachsenden Zuchtformen, welche schon ab dem dritten Jahr die Geschlechtsreife erreicht haben. Besonders große Weibchen sind in der Lage bis zu anderthalb Millionen Eier zu legen. Die ideale Laichtemperatur liegt bei 18 Grad. Der Laich wird auf Pflanzen abgelegt. Das Laichen geschieht mehrere Male im Laufe des Sommers. Die Jungen schlüpfen je nach Temperatur nach drei bis fünf Tagen. Die erwachsenden Karpfen ernähren sich von pflanzlichen Stoffen und wirbellosen Tierchen, wobei die Jungen Plankton zu sich nehmen.

Das Angeln auf Karpfen ist besonders reizvoll, da er ein starker, widerstandsfähiger Kämpfer ist. Es erfordert viel Erfahrung, Ideenreichtum, Kenntnisse der entsprechenden Gewässer und eine perfekte Ausrüstung.

Kommentare (3)

  1. Es ist hier viel besser als sonst wo.

  2. angeln-informationen 7. November 2010 @ 19:33

    Das sind mal Gewässer und die dazu gehörenden Karpfen, voll geil.

  3. Der Profi Meeresangeler 31. Januar 2011 @ 11:29

    Für mich als Freund vom Meeresangeln eine ausgezeichnete Darstellung, mein Daumen hoch dafür.

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  1. Der Angler

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